3. Instant Payments Praxistag – Instant Payments ist die Zukunft

Der 3. Instant Payments Praxistag setzt die Veranstaltungsreihe von praxisbezogenen Vorträgen und Diskussionen fort. Instant Payments wird immer konkreter. Die ersten Anwendungen entstehen. Die Tür für Instant Payments ist geöffnet und Prof. Dr. Jürgen Bott führte die über 100 Teilnehmer im Steigenberger Frankfurter Hof durch die verschiedenen Facetten von Instant Payments.

Die Keynote von Herrn Uwe Klatt (Paymentgroup International) hatte eine klare Botschaft: Instant Payments wird unsere Welt verändern. Die Anforderungen an die Geschwindigkeit und Sicherheit sind hoch und können nur gemeinsam gemeistert werden.

TIPS (TARGET Instant Payment Settlement) steht in den Startlöchern und ist bereit, so berichtete Herr Holger Thiemann von der Europäischen Zentralbank. TIPS wird pünktlich Ende November starten und den Betrieb aufnehmen. Das Settlement kann mit Zentralbankgeld erfolgen. Es ist damit eine Alternative zum RT1-Service der EBA Clearing.

Herr Christian Schwinghammer (EFiS Swiss) zeigte die gespickte Landkarte der Instant-Payments-Initiativen. Auch außerhalb des Euro-Raums entstehen um uns herum verschiedene Ansätze für Instant Payments. Die Kunst wird es sein, diese am Ende zu verbinden. Ob das über verschiedene Clearer oder über einen bilateralen Austausch stattfinden wird, wird sich zeigen.

Den Westhafen Expertendialog stellte Herr Ulrich Loof (DZ Bank) vor. Der Expertendialog besteht aus Corporates, Banken und Anbietern, wie beispielsweise der Paymentgroup International. Ziel ist es, die Schnittstelle zwischen der Empfängerbank und dem Corporate zu spezifizieren, damit der Corporate beispielsweise nach dem Erhalt der Instant Payments die Ware freigeben kann. Der Payment Notification Server von EFiS ist genau dafür hervorragend geeignet.

Instant Payments möchte Herr Norbert Hambloch (STRABAG PFS) im Treasury einsetzen. Instant Payments bieten im Prinzip große Vorteile, um Cash zu managen. Jedoch sind noch nicht alle Voraussetzungen dafür erfüllt. Wesentliche Hemmschuhe sind u. a. die Betragsgrenze von 15.000 € und das Instant Payments derzeit nur in Euro ausgeführt werden können.

In der Pause wurde das Instant-Payments-Video von der diSCIS gezeigt. Es erscheint im ersten Moment utopisch, doch den Grundstein dafür legen wir mit Instant Payments heute. Das Video zeigt auf beeindruckende Weise die Möglichkeiten, die Instant Payments bietet. Schauen Sie sich das Video über den unten stehenden Link an.

Herr Hartmut Bremer (Deutsche Bank) zeigte, wohin die Reise geht. Instant Payments wird das New Normal. Neue Zahlungsverkehrsinstrumente wie beispielsweise „request to pay“ werden bereits diskutiert. Vielleicht kommt doch noch eine Instant Lastschrift. In jedem Fall wird die Anzahl der Transaktionen von Instant Payments stark zunehmen.

Herr Sadri Syla (Paymentgroup International) zeigte die Möglichkeiten von Instant Payments an Hand eines Automaten. Der Kunde bezahlt mit Instant Payments und nutzt dabei die App von seiner Bank. Er kauft sich einen Kaffee an einem Automaten und es dauert nur wenige Sekunden, bis der Kaffee frisch zubereitet wird. Gecleart wird dabei über RT1 der EBA Clearing und die Nachrichten haben über 1.000 km zwischen Mailand und Frankfurt zurückgelegt. Es ist schon beeindruckend.

In der abschließenden Paneldiskussion fragte Herr Prof. Dr. Bott noch einmal nach. Es beteiligten sich an der Runde: Frau Anke Brummack (Otto Group), Herr Norbert Hambloch (STRABAG PFS), Herr Christian Schwinghammer (EFiS Swiss) und Herr Sadri Syla (Paymentgroup International). Insgesamt wird Instant Payments als das kommende Zahlungsverkehrsinstrument angesehen. Doch wir stehen erst am Anfang und Instant Payments hat das Zeug, um etwas völlig Neues zu schaffen. Wie es im Detail aussieht, kann heute noch keiner sagen. Daher wächst die Spannung und alle Beteiligten freuen sich schon auf den nächsten Instant Payment Praxistag, der vielleicht schon ein konkreteres Bild zeigen wird.

 

Link auf youtube: https://www.youtube.com/watch?v=n4dKyO5EBtU

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