30. Finanzsymposium von Schwabe, Ley & Greiner

Es waren drei prächtige Frühlingstage in Mannheim und die Teilnehmer genossen in den Pausen die Sonne am Wasserturm. Viel Zeit blieb dafür allerdings nicht, denn drinnen ging es heiß her. Die Top-Themen waren:

  • Zukunft von Payment Factories unter PSD II und TIPS
  • Instant Payments und Business Processes
  • Payment Service Bureau als Lösung
  • Compliance Management und Sanctions Screening

Das Zahlungsdienstaufsichtsgesetz, oder kurz ZAG, setzt die PSD2 in nationales Recht um. Die Interpretation der ZAG lässt Interpretationsspielraum zu. Es herrscht Verunsicherung darüber, ob Payment Factories, die ein- und ausgehenden Zahlungsverkehr an Dritte im Namen von Konzerntöchtern durchführen, unter die PSD2 fallen und somit das sogenannte Konzernprivileg verlieren. Die Gespräche mit der BaFin unter Federführung des VDT sind bisher gut verlaufen und werden in Arbeitsgruppen fortgesetzt. Die BaFin hat ausdrücklich bestätigt, dass die bisherige Praxis bis zum Abschluss der Gespräche bestehen bleibt.

Das Highlight im Instant Payments war die Live-Demo mit dem vollständigen Clearing über den europäischen RT1-Service der EBA Clearing. Der Kunde kauft einen Kaffee an einer Kaffeemaschine und bezahlt über Instant Payments. Die Geschwindigkeit der Transaktion ist atemberaubend schnell. Das mobile Gerät holt die Daten vom Automaten über BLE oder einen QR-Code, sendet die Überweisungsdaten an die Hausbank, von dort an RT1, RT1 leitet es an die Bank des Zahlungsempfängers weiter und von dort an den Automaten, der den Kaffee ausgibt. Die Transaktion konnte im RT1-Liquiditätsmonitor der EBA-Clearing nachverfolgt werden. Viele Konferenzteilnehmer nahmen die Einladung auf einen kostenlosen Kaffee dankend an und waren von der Geschwindigkeit beeindruckt.

Das Payment Service Bureau ist für Corporates die ideale Lösung, um einen Konzern schnell und kosteneffizient mit Liquidität zu versorgen und die komplette Multi-Bank-Connectivity über unterschiedliche Verfahren und Formate abzubilden. In diesem konkreten Fall empfängt das zentralisierte Treasury die Zahlungsverkehrsdaten über einen internen EBICS-Server und agiert quasi wie eine Bank. Das Treasury empfängt Daten von den Töchtern und stellt Daten für diese bereit. Die Liquiditätsinformationen werden dabei in real-time ausgetauscht und stehen so zeitnah dem Treasurer zur Verfügung.

Aufgrund der Regulierung werden Embargoprüfungen immer wichtiger. Die SMARAGD Compliance Suite von targens unterstützt die kompletten Prozesse einer Embargoprüfung. Die Kernkomponente TCM wird von der Paymentgroup in der Cloud angeboten. Dabei werden alle marktüblichen Formate unterstützt. Die EU-Sanktionsliste und die OFAC-Embargolisten sind standardmäßig im System vorhanden. Weitere individuelle Embargolisten können pro Region eingespielt und zur Embargoprüfung herangezogen werden. Die Listenaktualisierung erfolgt im Service automatisiert und überwacht. Die gesamte Embargoprüfung ist bei der Paymentgroup voll in den Zahlungsverkehrsprozess integriert. So können Treffer effizient und regelkonform abgearbeitet werden.

Insgesamt waren es drei spannende Tage. Auf das 31. Finanzsymposium können wir auch wieder gespannt sein.

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