Das 93. Usermeeting – erfolgreich ist nur die Anpassung an den Wandel

„Es ist nicht die stärkste Spezies, die überlebt, auch nicht die intelligenteste, es ist die­jenige, die sich am ehesten dem Wandel anpassen kann.“, so Charles Darwin. Der Wan­del war auch das beherrschende Thema auf dem 93. Usermeeting, das am 4. September 2018 in Dreieich stattfand. Was hat sich verändert bei: SWIFT gpi, der Digitale Finanzbericht, SWIFT, TARGET2, RT1 und PSD2-API-Sandbox?

Herr Uwe Klatt (Pay­ment­group International) eröffnete die Veranstaltung mit einem Überblick über den Markt und die Aktivitäten in der Paymentgroup International. Instant Payments und die Global Payment Innovation (gpi) von SWIFT sind derzeit die beherrschenden Themen im Zahlungsverkehr. Daher erläuterten Herr Dr. Mario Reichel (Pay­ment­group International) und Herr Sebastian Lohmann (EFiS) im anschließenden Vortrag die neuen Features von gpi. Ab November 2018 wird u. a. die eindeutige Identifikation einer SWIFT-Zahlung – über die so­genannte UERT – verpflichtend. Damit können Banken SWIFT-Zahlungen nach­ver­fol­gen, wenn sie sich als gpi-Bank registriert haben. Der Corporate kann dann die Zahlung über den gpiTrack&Trace-Service von EFiS abrufen, der von der Bank bereitgestellt wird.

Tagtäglich werden wir mit neuen Schlagwörtern konfrontiert. Herr Armin Gerhardt (EFiS) stellte aktuelle Beispiele vor und erklärte die Zusammenhänge, die sich hinter den Begriffen verbergen. Ein Glossar für die wichtigsten Abkürzungen ist in Vorbereitung.

Frau Ulrike Pfeiffer-Jacobs (Deutsche Bundesbank) berichtete über den Start des Digitalen Finanzberichts (DiFin) im April 2018. Mit DiFin können Corporates ihre Jahresabschlüsse und Finanz­berichte in einem einheitlichen Format elektronisch an Banken und Sparkassen über­mit­teln. Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung Digitalisierung, der auf der Lösung der diSCIS und der ABK basiert. Gehostet wird die Lösung von der EFiS.

Das aktuelle SWIFT-Release 7.2 und die Self-Attestation für die TARGET2-Plattformwur­den von Herrn Matthias Fauth (EFiS) vorgestellt. Die technischen Änderungen im SWIFT-Release und die Weiterentwicklung von WEBENIX 5.0 erläuterte anschließend Herr Peter Ehrenberg (ABK). Die fach­lichen Änderungen bei den SWIFT-Formaten, TARGET2 und SEPA waren das ergänzende Thema von Herrn Sadri Syla (Paymentgroup International).

Instant Payments ist derzeit eine weitere treibende Kraft im Zahlungsverkehr. Daher zeigt die aktuelle Entwicklung bei RT1 auch nach oben, wie Frau Katja Heyder (EBA Clearing) erläuterte. Es werden derzeit ca. 20.000 Instant Payments pro Tag verarbeitet. Im Vergleich zu STEP2 ist das natürlich nur ein Bruchteil. Aber Instant Payments hat ja auch gerade erst begonnen. EBICS ist derzeit ein wesentlicher Zugangskanal für RT1. SWIFT ist gemeinsam mit EFiS für SWIFTNet Instant in der Pilotierung.

Unsere PSD2-API und Sandbox wurden von Herrn Dwayne Smith vorgestellt. Die Banken müssen Test­umgebungen – sogenannte Sandboxen – bereitstellen, damit Hersteller ihre Anwen­dun­gen testen können. Die Sandbox ist damit ein entscheidender Baustein, um die Konto­informationen und Zahlungsauslösungen in neue Dienste zu verwandeln.

Die spannende Veranstaltung wurde traditionell mit einem Get-together abgerundet. Auch dieser Teil, so wie die Pausengespräche, sind wichtig. Der bilaterale Austausch zwischen den Teilnehmern ist häufig genauso befruchtend, wie die Veranstaltung selbst. Daher freuen wir uns schon auf das nächste Usermeeting am 12. Dezember 2018 in Dreieich.

05. September 2018

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